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Andachten

An(ge)dacht

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende
Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und
Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Lukas 1,78f

Ich schlage meine Bibel auf und finde mich bei den ersten Worten des ersten Buches Mose wieder. „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“, heißt es da. Gott hat einen Anfang gemacht. Er hat nicht nur den Grundstein dieser Welt gelegt, sondern auch alle Bedingungen und Abhängigkeiten, alle kosmischen Zusammenhänge geschaffen. O.k., alles muss irgendwann mal anfangen. Das ist bei vielen Dingen so, die ich kenne. Doch bei Gott ist das anders. Denn Gott hat die Welt aus dem Nichts erschaffen! Das klingt so einfach und dahergebracht. Aber wenn ich das mal buchstabiere, dann merke ich wie außerordentlich und nahezu unglaublich das ist. Gott hat die Welt aus dem Nichts geschaffen. Er erschafft Himmel und Erde. Er erschafft die Bedingungen für Leben auf der Erde. Und das, was er tut, ist nur Gott möglich. (Das Verb für „schaffen“, welches an dieser Stelle in der hebräischen Bibel steht, gibt es nur mit Gott als Subjekt!)

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen
und will ihr Gott sein und sie sollen
mein Volk sein.

Ezechiel 37,27


Die Nähe Gottes ist oft unser Problem. Wir sehen und erkennen ihn nicht, meinen wir. Gott soll uns nahe sein, sich zeigen, damit wir leichter und klarer an ihn glauben können. Er scheint uns so fern, wir empfinden uns allein gelassen. Die Nähe Gottes ist das größte Problem des Glaubens. Nicht erst für uns, auch schon zu Zeiten der Bibel. Glaubende Menschen sind zu allen Zeiten bedrückt, wenn sie an Gottes Ferne denken. Oder an seine Verborgenheit. Dabei ist die Nähe Gottes so klar. Im Alten Testament ist Gott in seinen Geboten nahe. Gott wohnt in seinen Geboten, könnte man sagen. Wer den Feiertag heiligt,  dem ist Gott nahe. Wer kein falsches Zeugnis über andere redet, weiß sich in Gottes Nähe. Im Neuen Testament ist es Jesus und sein Geist, in dem Gott wohnt und nahe ist. In Jesus hat Gott sich besonders deutlich gezeigt. Nähe Gottes ist immer. Überall. Wenn seine Gebote geachtet werden und sein Geist der Liebe gepflegt wird. Gott kommt uns nahe durch sein Wort, wenn wir es nur hören wollen. Gott hat viele  Kleider, in die er sich hüllt. Manchmal sind wir überrascht, wie ärmlich Gott aussehen kann in einem Menschen, der der Liebe bedarf. Dann wieder sind wir erstaunt, wie prächtig sich Gottes Schöpfung zeigt  und wir nur danken können für so viel Schönheit. Gott wohnt in den Herzen, die staunen, lieben, rücksichtsvoll sind und die Erde nicht missbrauchen allein zu eigenen Zwecken. Gott lebt in Menschen, die ihn  achten in Worten und Taten. Und Gott verschwindet auch nicht, wenn Menschen die Erde verlassen und sterben. Gottes Wohnung ist nicht an die Erde gebunden. Seinen Himmel hält er bereit für alle, die darauf hoffen und darum bitten.

Ein Rabbi war zu Gast bei gelehrten Männern. Er überraschte sie mit der Frage: „Wo wohnt Gott?“ – Sie lachten über ihn: „Was redest du da! Ist doch die Welt seiner Herrlichkeit voll.“ Der Rabbi aber  beantwortete seine eigene Frage: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“

Langsam zu „kauen“ und in Ruhe zu beten:
DU unter uns? DU unser Gott? Wir DEIN Volk?
DU unser Gott! Wir DEIN Volk!
Die anderen auch! DU unter uns allen!
DU bei mir. DU mein Gott. Ich DEIN Mensch.
Ich DEIN Kind. DU Vater und Mutter. DU bei mir.
DU unter uns. DU unser Gott. Wir DEINE Kirche.
DEINE Gemeinde. DU der Herr.
Ich und wir und DU unser Gott.
DU unter uns. Wir bei DIR.
Leichtes Zelt? Festes Haus?
DU in uns. Wir in DIR.
Wirklich wahr?
Wunderbar!
Komm herein!
Bleib bei uns!
Bleib:
In Leichtigkeit und Not.
Im Lachen und im Weinen.
Im Leben wie im Tod.
Komm:
Ins verängstigte Herz.
In die verstörte Seele.
In Irrung und Wirrung.
Ins Chaos der Welt.
Sei uns nah!
Lebendiger!
Ewiger!
Christus!
DU!
Amen.

Es grüßt Ihr / euer Pfarrer Matthias Lorenz

Es wird Freude sein.

Freude wird sein. Komme, was wolle - sie wird sein. Vollkommene Freude. Freude, die niemand nimmt. Ausgelassene und tiefe Erfüllung atmende Freude.
Ist ihnen gerade nach Freude zu Mute? Und damit meine ich auch nicht, ob sie fähig sind, in diesem Moment ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zeichnen. Kennen sie Freude, die bleibt? Freude, die gleich allem, was stört, nervt und beschwert, sich dennoch Bahn bricht und die Oberhand behält? Eine Freude, die unabhängig ist von allem, was um sie herum ist? Pure Freude eben? Das wäre doch genial, oder? Aber ist das realistisch? Es scheint nicht von dieser Welt zu sein, dass es so etwas gibt, oder? Doch wer freut sich hier eigentlich?

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes.

Engel Gottes freuen sich. Himmlische  Freude. Ich stelle mir Engel mit lachenden und  überaus frohen Gesichtern vor. Himmlische Wesen denen an jeder Faser ihres Leibes diese Freude anzusehen ist. Sie tanzen und sind ausgelassen. Sie stecken sich gegenseitig an mit dieser Freude und  Begeisterung. Freude macht sich im Himmel breit. Aber warum eigentlich?

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Das ist der Freudengrund: Umkehr zu Gott. Der Himmel freut sich, weil ein Mensch zurück zu Gott gefunden hat. Freude über Buße. Buße ist nichts Trauriges. Dem Himmel ist die Buße eines Menschen ein Freudenfest wert!

Am Neujahrsabend 1844 kommt ein einzelner Mann zum Pfarrhaus, den man dort noch nie gesehen hatte. Johann Christoph Blumhardt, der dortige Pfarrer, beschreibt diesen Mann als „in vieler Hinsicht übel berüchtigt und von so verschrobener Natur, dass ich mich gescheut hätte, mit ihm auch nur zu reden, weil ich in Gefahr stand, belogen zu werden.“ Doch Blumhardt lässt ihn zunächst zögerlich und distanziert ein, denn er hört die Frage, die den Besucher quält. Der Mann fragt: „Herr Pfarrer, ist es denn möglich, dass mir noch vergeben und ich selig werden kann?“ Blumhardt betet mit ihm. Am nächsten Tag steht der Mann wieder auf der Matte. Und so geschieht es noch mehrfach. Der Mann bekennt schließlich seine Sünden. Er fasst sich ein Herz und redet sich von der Seele, was ihn beschwert und belastet. Der Mann hungert nach Vergebung. Blumhardt spricht ihm schließlich die Vergebung der Sünden zu. Zum Schluss und nach mehreren Gesprächen mit diesem Mann schreibt der Seelsorger: „Und als er von den Knien aufstand, glänzte sein gänzlich verändertes Gesicht von Freude und Dank.“

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.

Dieses Wort Jesu gilt. Menschen können frei werden von Schuld und ein neues Leben beginnen unter Gottes Führung und seiner Leitung. Niemand ist davon ausgenommen. Jeder, der dazu bereit ist, kann ein Leben führen, welches beständige Freude kennt, weil Gott Tatsachen schafft, die auf ewig Bestand haben. Buße ist etwas Herrliches, etwas Befreiendes, etwas Fröhliches! Denn Sünde hat nicht das letzte Wort. Und sie muss auch nicht klein geredet werden. Ich darf sie bekennen und frei davon werden. Gott sei Dank.

Frank Trommler

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