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KAUM ZU GLAUBEN


Tief betrübt, verstört kommen die Frauen zum Höhlengrab. Den, der ihnen so viel bedeutet hat, mit dem sie eine erfüllte Zeit hatten, der ihnen das Gottvertrauen wertvoll gemacht hat, der ist nicht mehr. Schreckliches mussten sie erleben. Man hat ihren Freund und Meister zum Schweigen gebracht. Aufs Kreuz gelegt, festgenagelt, schmachvoll hingerichtet. Aus und vorbei. Noch zweierlei können sie tun: Einen letzten Blick auf den Toten werfen, um nach dem  Grauen ein friedliches Antlitz im Herzen zu behalten. Und den Leichnam mit wohlriechenden Essenzen salben, ein letzter Liebesdienst. Die trauernden Frauen bleiben wortlos auf dem Weg. Tränen trüben ihren Blick. Sie erschrecken, die Grabkammer ist geöffnet. Der Stein, der sie verschloss, ist fortgerollt. Der tote  Jesus unauffindbar. Zwei Männer in hell leuchtenden Kleidern erscheinen. So stellt man sich Engel vor. Sie sagen etwas Unheimliches:

Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Lukas 24,5-6

Kaum zu glauben. Wie soll das gehen? Die Toten sind doch tot. Sie gehören nicht mehr zum Leben und kehren nie mehr zurück. Sie sind unerreichbar geworden. Das ist die Realität. Und unsere Erfahrung. Er ist auferstanden. Kaum zu glauben. Die Jüngerinnen und Jünger der ersten Zeit konnten es glauben. Sie waren von dieser Wahrheit überwältigt worden. Der Gekreuzigte hatte sich ihnen tatsächlich als der Auferstandene gezeigt. So ist die Ostergeschichte die "Ur"-Geschichte der Jesus-Bewegung und damit der Kirche geworden. Ohne die Auferstehungshoffnung fehlt dem christlichen Glauben die Basis. Mit der Auferweckung des Gekreuzigten aber gewinnt er seinen Sinn und seine Kraft. Allerdings scheiden sich daran die Geister. Skandalös finden es die einen, dumm die anderen. Viele unserer Zeitgenossen berührt es gar nicht. Mich berührt es nach wie vor.
Aber dass einer vom Tod aufersteht, wie soll das gehen? Ich weiß es nicht. Ich muss es auch nicht wissen. Ich traue es dem Gott des Himmels und der Erde zu. Dass einer vom Tod aufersteht: Kaum zu glauben, aber wahr und wirklich. Gleichzeitig bleibt die Auferstehung Jesu Christi ein Geheimnis. Ein lebensnotwendiges Geheimnis. Ein Geheimnis, das meine Seele berührt, meinen Glauben trägt, meine Hoffnung am Leben erhält. Seit Jesus Christus auferstanden ist, liegt ein Glanz auf dieser Welt, der durch nichts totzukriegen und auszulöschen ist. Wir brauchen viel mehr Osterlichter - gegen den Tod und  für das Leben. Es gibt schließlich so viel Leid und Elend, viel Tod und viel Totes in unserer Welt. Bevor sich der Trauerzug zum Friedhof aufmacht, sage ich den Trauernden am Sarg: "Wir richten unsere Augen auf das Kreuz Jesu Christi. Er war Mensch gleich uns; er ist gestorben, wie wir alle sterben. Aber wir glauben ihn als den von den Toten auferstandenen und lebendigen Herrn. Im Glauben an seine Auferstehung bekennen wir, dass auch unser Tod nicht das Ende ist.  Denn Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden." Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Nie mehr. Auch in der letzten Ausweglosigkeit, der bittersten Stunde, dem größten Elend ist Leben. Kannst du das glauben? Willst du das glauben?


Ihr/euer Matthias Lorenz

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