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Wir sitzen noch gar nicht lange im Auto; wir haben eine längere Fahrt vor uns und alle wissen das: meine Frau, meine Kinder und ich. Da kommt vonseiten unserer Kinder der Wunsch auf, das triste Sitzen, die entstehende Langeweile durch etwas Spannendes zu unterbrechen. Und da bin ich dann meistens gefragt. Highlights sind entweder eine ausgedachte Geschichte vom Stülpner Karl (z.B. wie der Stülpner Karl  beinahe zum Bauern geworden wäre oder wie er die Postkutschenräuber hinter Schloss und Riegel brachte). Eine Geschichte, die ich erzählen soll. Oder was auch gut geht, ist etwas spielen, wo wir alle mitmachen müssen. Zum Beispiel das altbekannte Spiel, welches wahrscheinlich schon der Stülpner Karl mit seinen Enkeln spielte: „Ich sehe etwas, was du nicht siehst.“ Etwas erraten und suchen, was für den einen  offensichtlich ist, für einen anderen aber noch nicht so klar. Und im Auto ist das gar nicht so einfach. Denn das was gesucht werden soll, das muss es für den, der sucht, tatsächlich auch geben. Das Spiel kann, je  nach dem, wie schwer das gesuchte Objekt versteckt ist, ganz schön schwierig werden. Man muss durchhalten können, bis man gefunden hat. Nicht aufgeben, das ist die Devise.
Um Durchhalten geht es auch im Glauben. Im Glauben an Gott. Im Glauben daran, dass er einen Plan mit dieser Welt und mit uns hat. Im Hebräerbrief gibt es so etwas wie eine Definition von Glauben: Da heißt es:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1, LUT84)

Der Glaube ist das entscheidende Mittel, um an Gottes Realität dran zu bleiben. Glaube setzt mich in Bewegung. Denn es ist etwas zutiefst Aktives, wenn ich an Gott glaube. Weil das, was ich um mich herum sehe, für mich nur ein Teil der Wahrheit ist.  Weil ich glaube und von Herzen darauf vertraue, dass Gott nicht nur seine Hände im Spiel hat. Er hat diese Welt erschaffen und er erhält sie bis zur Stunde. Er steht nicht nur am Rande der Geschichte, sondern er ist der Herr über alles. Gottes Wirken, sein immer und zu jeder Zeit aktives Handeln steht hinter dem, was ich sehe. Und das bewegt mich. Das lässt mich nicht verzagen. Sondern es hilft mir, aktiv am  Leben teilzuhaben. Verantwortung zu übernehmen und im Vertrauen auf Gott zu handeln. Und das gilt auch, wenn ich Dinge sehe, die mich eher an Gott und an seinem  guten Willen für diese Welt zweifeln lassen. Der Glaube ist ein Nichtzweifeln an dem, was ich nicht sehe. Gott ist gut. Das Gute, das wirklich Gute kommt von Gott. Aber das sehe ich zum Teil nicht. Das, was ich sehe, hindert mich häufig sogar daran, zu glauben, dass Gott wirklich gut ist. Ich sehe schwerwiegende politische Spannungen zwischen den Mächten dieser Welt. Ich sehe kriegerische Auseinandersetzungen im Gazastreifen. Ich sehe die ungeheuer trostlose Situation für die Menschen in Syrien. Und die Welt – mich eingeschlossen – schaut zu. Nein, wir schauen nicht nur zu. Das stimmt nicht. Wir beten, und tun damit genau das, was Gott von  uns fordert. Nämlich zu glauben, ihm zu vertrauen. Als Glaubende sind wir betende Menschen. Wir bitten und flehen, wir halten Fürbitte und wir danken Gott für andere Menschen, für diese Welt, für das, was uns  vor Augen steht, wo es uns schwer fällt, zu glauben. Aber glauben, indem wir beten und damit an Gott festhalten. Zuversichtlich festhalten: Denn der Glaube ist die feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. In diesem Sinne wünsche ich uns ein mutiges Festhalten an Gottes Zusagen. Er ist treu und er ist gut. Vertrauen wir darauf.


Frank Trommler, Pfarrer

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