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„Statue einer trauernden Frau“.

Mit diesen Worten ist das Bild auf der Titelseite unterschrieben. Eine junge Frau mit gesenktem Blick. Ihr Augen sehen müde aus. Sie stützt den Kopf auf ihre Hand. Sie leidet wortlos. Ihr Blick, ihr gesamtes Wesen verrät den empfundenen Schmerz. Sie hat Abschied nehmen müssen. Von ihrem Mann? Von ihrer Mutter oder ihrem Vater? Oder gar von ihrem Kind? Wir wissen es nicht.

Was wir aber wissen: Keiner kommt um die Erfahrung des Todes eines geliebten Menschen drumherum. Jeder erfährt früher oder später den damit verbundenen Schmerz, welcher Leib und Seele, Mark und Bein erfasst. Gleichzeitig muss gesagt sein: Wohl dem, der angesichts solcher Erfahrungen, den Mut hat, zu trauern und Abschied zu nehmen und seine Empfindungen nicht durch anderes überlagert, um ihnen letztlich zu entgehen. Wohl der, die sich der Trauer und des Verlustes stellt und ihren Gefühlen freien Lauf lassen kann. Trauern ist schmerzhaft, aber für viele, die Phasen des Trauerns durchlebt haben, im Nachhinein auch heilsam. Wer trauert, bewahrt sich und andere vor Bitterkeit und Gefühlskälte.

Trauern ist mit Schweigen verbunden. Als die Freunde Hiobs gewahr werden, welches Leid Hiob erfahren musste, ist ihre erste Reaktion, das schweigende Mitleiden, das Aushalten dessen, was man gar nicht in Worte fassen kann. Hiobs Freunde, die am Ende des Buches nicht gut weg kommen, tun dem Hiob am Anfang einen großen Dienst. Sie schweigen mit ihm eine ganze Woche. Sie halten diese lange Zeit aus und begegnen ihm damit in tiefer Verbundenheit. Sie weichen der Radikalität des Leides und des Todes nicht aus.

Trauern ist mit Reden verbunden. Jeder, der trauert, sollte in Worte fassen dürfen, was er selbst empfindet. Der Psalmbeter des 38. Psalms tut das. Er führt keine Selbstgespräche, sondern teilt seine Not mit Gott. Er spricht aus, was ihm auf der Seele brennt. Er betet zu Gott: Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. Ps 38,10 Er hält Gott seine Not hin und klagt dem Allmächtigen seinen Schmerz. Und dabei bleibt er nicht allein, auch wenn der Schmerz bleibt. Er erwartet Gottes Reden in seinem Leben und legt Gott seine Bitten vor die Füße.

Das können wir tun und dabei erfahren, wie Gott sich uns mitteilt. In Jesus nimmt er teil an unserem Leiden. Am Kreuz von Golgatha kommt der Schmerz und die Notdes Todes zum Ausdruck. Jesus stirbt. Er wird  begraben, man trauert und weint um ihn. Gott kennt den Schmerz des Todes. Er hat ihn selbst erlitten. Dass unser himmlischer Vater Jesus nach drei Tagen vom Tod auferweckt, gehört aber auch zum Reden Gottes über den Tod dazu. Auch das sollen wir hören. Der Tod hat im Glauben an Jesus Christus nicht mehr das letzte Wort. Denn Jesus hat als Auferstandener das Leben verkündigt. In ihm selbst haben wir den Zugang zu einem Leben, welches keinen Schmerz und kein Leid mehr kennt. Vertrauen wir im Leben wie im Sterben allein auf Jesus Christus. Mit ihm bleiben wir auch in den tiefsten Tälern des Lebens nicht allein.

Pfarrer Frank Trommler

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