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Widerständiger Glaube

Die Not ist groß. Bedrückend muss die Frau das Leid ihrer Tochter empfinden. Scheinbar geht es immer nur bergab. Eine düstere Diagnose jagt die andere. Aber Veränderung und Besserung ist nicht in Sicht. Wer soll da noch Hoffnung haben? Positiv denken, dass kann sie schon lange nicht mehr.

Doch dann kam es zu dieser Chance. Jesus ist in ihrer Gegend. Jesus, der Name ist verknüpft mit jenen Geschichten von Heilung, die sich bis in ihre Gegend herumgesprochen haben. Die Leute erzählen, dass Jesus jeden heilt, der zu ihm gebracht wird. Sollte das für die Mutter, die um den Zustand ihrer Tochter bangt, die Rettung sein?

Jesus sucht Ruhe und sie sucht Heil für ihre Tochter. Er sucht den Rückzug und sie seine Hilfe: "Herr, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Meine Tochter wird von einem bösen Geist furchtbar gequält." Mit diesen Worten fällt die Mutter mit der Tür ins Haus. Und Jesus? Von ihm heißt es, dass er ihr nichts erwiderte. Schweigen im Walde. Jesus lässt die Mutter im Regen stehen, so scheint es. Die Jünger sind es, die ihn drängen. Aber ihre Motive sind zu hinterfragen: "Fertige sie doch ab, denn sie schreit dauernd hinter uns her." Wollen auch Sie nur Ruhe? Ein schnelles Ende. Mehr an die Jünger als an die Frau wendet sich Jesus, wenn er sagt: "Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt" und markiert damit die Grenze, die jeder gläubige Jude gezogen hätte. Doch die Mutter, die ihre Tochter vor Augen hat, lässt sich nicht so leicht abschütteln. Sie hofft auch gegen den Widerstand, den sie sieht und gerade erfährt. Sie wirft sich vor Jesus nieder und ruft unter Tränen: "Herr, hilf mir!".

Und Jesus? Er redet in Bildern und unterstreicht von Neuem die Grenze, die er vorhin schon gezogen hatte: "Es ist nicht recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Haushunden vorzuwerfen." Aber auch diese schroffe und wenig einfühlsame Anrede, motiviert die Frau nicht zur Abkehr oder gar zum Rückzug. Vielmehr bleibt sie im Bild, das Jesus ihr vor Augen malt und entgegnet: "Das ist wahr, Herr, aber die Hündchen unter dem Tisch dürfen doch die Brotkrumen fressen, die ihre Herren fallen lassen." Sie glaubt, es braucht nur wenig. Das Geringste, was er hat, reicht, damit ihr geholfen wird und ihre Tochter Befreiung erfahren kann. Und sie sollte damit recht behalten. Jesus hat das letzte Wort. Und dieses heißt: "Frau, dein Vertrauen ist groß! Was du willst, soll geschehen!" Welche Gedanken gehen Dir/Ihnen beim Lesen dieser Geschichte aus Matthäus 15,21-28 durch den Kopf?

Frank Trommler, Pfr.

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