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Andachten

Das geistliche Wort – zum 26.4.2020, dem 2. Sonntag nach Ostern

Vom guten Hirten – Gottesdienstfeier – und warum wir gerade nicht feiern.

„Hurra“, es dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Zwar bleiben Gottesdienstfeiern bedrohliche „Virenschleudern“, aber es ist doch weit mehr als das Recht auf freie Religionsausübung, dass Gottesdienste erlaubt sind. Es tut der Seele gut. Und solches Wohlbefinden hilft doch wesentlich in der gesamten Krisenbewältigung.

Das „Hurra“ von eben wird schnell eingefangen durch „Schutzbedingungen“. Das „Gemeinschaftsgefühl“ entsteht nicht so leicht bei mindestens 1,50 m Abstand voneinander, und das ist noch knapp bemessen. Darum dazu der Mund-Nase-Schutz; zwingend, wenn gesungen wird. Naja, das, was aus meinem Halse kommt, soll andere nicht erreichen – maximal akustisch. Wird das schön sein? Und es dürfen max. 15 Personen in der Kirche sein, dazu Pfarrer und Kantor. Das kennen wir anderes – teilnehmend und gestaltend mehr Beteiligung.

Ich habe kein Interesse, an Covid 19 zu erkranken, noch möchte ich, dass vielleicht gar durch mich irgendjemand infiziert wird und erkrankt. Also vorsichtig sein und nie leichtsinnig.

Nun laden wir am Sonntag doch nicht zur Gottesdienstfeier ein. Das ist kein Vorwurf gegen die Auflagen zum Gesundheitsschutz, sondern für uns keine zielführende Praxis. Darum: Wie an den vergangenen Sonn- und Feiertagen werden zur planmäßigen Gottesdienstzeit die Glocken läuten und zuhause zu Gebet und Bibellesen und dem Hören auf Gottes Wort für heute einladen. Man mag sich dazu über Gottesdienstvideos auf YouTube oder Fernsehmitschnitte anregen lassen. 

Nun möchte ich nicht allein das Gesetz einschärfen, sondern auch das Evangelium erinnern. Es erzählt am 2.Sonntag nach Ostern von Jesus als dem guten Hirten, dessen Stimme wir kennen und worauf wir hören. Mir persönlich ist Gottesdienstfeier dafür wichtig, denn in Gemeinschaft mit anderen schärft bzw. klärt sich mein Hören und Verstehen. Und gemeinsam gefeiert ist dieser Schatz des Glaubens viel strahlender als ein sich beschränken auf „ich glaube für mich“. Die Freude freilich, dass der gute Hirte mich ruft und mich mit Namen kennt, die darf mich beim Lesen und Bedenken der Bibelworte zuhause ebenso erfüllen – und sie lockt mich, sie bald wieder mit den Mitchristen und Mitmenschen lachend und Hände schüttelnd und einander umarmend zu teilen. Und ja, ich möchte kein einsames Schaf sein, fern der Herde dahintrottend, sondern gerne mittendrin. Und da vermisse ich jetzt die Gottesdienstfeier.

Übrigens ist es im Pfarrhaus in Thalheim eigenartig still, wenn keine Chöre singen bzw. spielen, Senioren sich nicht treffen noch Kinder zur Christenlehre kommen und auch der Spielplatz „verwaist“ ist.
Aber mit Ostern glaube ich das Leben und freue mich schon darauf. Und ich glaube, dass der gute Hirte mich – uns – jetzt nicht aus den Augen verloren hat; und dass wir mitten in dieser „unwirklichen Erfahrung“ gerade den Satz aus Psalm 23 besonders inbrünstig beten: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und Stab trösten mich“.

Schalom, Christoph Weber

 

Empfehlungen:

auf YouTube – bit.ly/praiseunited – Samstag, 25.4.,  ab 19:00 Uhr
                   – Bläsergottesdienst am Sonntag, 26.4., ab 11 Uhr

im MDR        – Einführung unseres Landesbischofs – Samstag, 25.4., um 12:00 Uhr

Das geistliche Wort – zum 19.4.2020, 1. Sonntag nach Ostern

Ein weiterer Sonntag ohne dass wir in der Kirche Gottesdienst miteinander feiern. Die Vergewisserung und Stärkung unseres Glaubens muss sich auf das persönliche Beten und Bibellesen beschränken bzw. den persönlichen Austausch über Telefon und Internet.

Das Osterfest war nicht überschäumende Lebensfreude, sondern zurückgezogen in der eigenen Wohnung und mit „Kontakte meiden“. Ich denke an die Jünger Jesu am 1.Tag der neuen Woche unter dem Schock der Kreuzigung Jesu und in der Angst, vielleicht dasselbe Schicksal erleiden zu müssen als „Jesus-Anhänger“.
Glücklicherweise kommt der auferstandene HERR hinein in ihre verschlossenen Stuben und „dämmert“ ihnen nach und nach, dass der gekreuzigte Jesus jetzt der von Gott aus dem Tod auferweckte und eben der auferstandene HERR ist. Kreuzigung und Tod sind Teil der Ostergeschichte. Die Ostererfahrung schließt Leid, Kreuzigung und Tod ein – bleibt aber nicht dort stehen, sondern glaubt der Osterbotschaft, die die Engel, die Frauen, die Jünger bezeugen. Und in diesem Glauben gewinnen sie Hoffnung und neuen Lebensmut, dass sie zunehmend hinaus gehen und anderen davon erzählen und es als „Gemeinschaft der Hoffenden“ miteinander leben.

Der 1. Sonntag nach dem Osterfest beschreibt das als „neu geboren“. Eine „lebendige Hoffnung“ macht den Unterschied. Sie trägt den Namen „Jesus, der Christus, ist mein HERR“. Ja, diese Hoffnung bezieht sich auf Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Und sie erkennt und bekennt in dem Auferstandenen Gott selbst. (Das „mein HERR“ als Umschreibung Gottes.) Der Spruch für diesen Sonntag aus dem 1. Petrusbrief bringt es so auf den Punkt: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres HERRN Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“

Für diese Wiedergeburt steht die Taufe. Und in der christlichen Tradition ist der 1. Sonntag nach Ostern ein besonderer Tauftermin. Und vielleicht zünden Sie ja darum ihre Taufkerze oder eben eine Kerze zum Gedächtnis ihrer Taufe an und lassen dieses Licht leuchten als Hoffnung inmitten dieser Corona-Zeit.

Schalom,
Christoph Weber

 

Osterlied 2020

Ein neues Osterlied von der methodistischen Pfarrerin Carolyn Winfrey Gillette – zu singen nach der Melodie: „Die Kirche steht gegründet“– im Evangelischen Gesangbuch Nr. 264
(Eine methodistische Hymne wie für Lutheraner „Ein feste Burg ist unser Gott“)

This Easter celebration is not like ones we´ve known.
We pray in isolation, we sing the hymns alone.
We´re distant from our neighbors – from worship leaders, too.
No flowers grace the chancel to set a festive mood.

No gathered choirs are singing; no banners lead the way.
O God of love and promise, where´s joy this Easter Day?
With sanctuaries empty, may homes become the place
we ponder resurrection and celebrate your grace.

Our joy won´t come from worship that´s in a crowded room
but from the news of women who saw the empty tomb.
Our joy comes from disciples who ran with haste to see -
who heard that Christ is risen, and then, by grace, believed.

In all the grief and suffering, may we remember well:
Christ suffered crucifixion and faced the powers of hell.
Each Easter bears the promise: Christ rose that glorious day!
Now nothing in creation can keep your love away.

We thank you that on Easter, your church is blessed to be
a scattered, faithful body that´s doing ministry.
In homes and in the places of help and healing, too,
we live the Easter message by gladly serving you.


Dies Osterfest wird nicht wie wir es gewohnt sind sein.
Wir beten jede/r einzeln und singen nur allein.
Getrennt von uns´ren Nachbarn – vom Kirchgang noch dazu.
Im Osterschmuck die Kirche – im Livestream sehn wir zu.

Es singen keine Chöre, bläst kein Posaunenchor.
O Gott der Liebe und Verheißung – der Osterjubel, wo?
Die Kirchen leer –  die Wohnung mög werden nun der Raum
zu hör´n von Auferstehung, zu spür´n des Himmels Saum.

Die Osterfreude hängt nicht von vollen Kirchen ab,
sondern dass Frauen sagen: wir sah´n das leere Grab.
Die Freude kommt von Jüngern, die rannten, um zu sehn -
die hörten: Christ ist erstanden - aus Gnade glaubten ihm.

Wir mögen uns erinnern in uns´rem Weh und Ach:
Christus litt Kreuz und Tod und aller Höllen Macht.
Doch Christus ist erstanden vom Tod am Ostertag!
Darum von seiner Liebe uns nichts mehr trennen mag.

Hab Dank, HERR, dass durch Ostern wir deine Kirche sind,
verstreut zwar, doch ein Körper, der DIR und Menschen dient.
Die Osterbotschaft leben und fröhlich sein an dir
im Dienst für uns´ren Nächsten – o HERR, das bitten wir.

Übertragung aus dem Englischen: Christoph Weber (michaelkravchuk.com)

 

Corona. Virus. Pandemie.


Diese Worte und die damit verknüpften Nachrichten, Ängste, Sorgen und Schicksale von Menschen sind gegenwärtig in aller Munde. Wir reden von und erleben eine/r Ausnahmesituation. Schulen sind geschlossen. Gottesdienste und Gemeindekreise, Versammlungen aller Art finden nicht statt. Wir sind verwiesen auf unsere häusliche Umgebung. Zurückgezogen sollen wir in den nächsten Wochen leben. Präventiv ist diese Maßnahme, mit dem Ziel, dass eine flächendeckende Ansteckung verlangsamt wird. Corona heißt übersetzt „Krone“. Damit einen Virus zu bezeichnen ist schon bemerkenswert. Sich aber mit diesem Virus und den damit verbundenen Ängsten zu krönen, darf nicht unser erklärtes Ziel sein.

In der Offenbarung des Johannes, in einem der Sendschreiben an die sieben Gemeinden, heißt es, von der Krone des Lebens, die Jesus Christus verliehen hat: „Ich komme bald; halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme.“ (Offb. 3,11) Die Krone, von der hier die Rede ist, ist die Krone des Lebens. Sie ist unvergänglich (1.Petr. 5,4). Ihre Wirkung macht auch im Tod nicht halt. Sie wird verschenkt an Menschen, die Anfechtungen im Glauben ertragen und festhalten an Jesus Christus, ja ihre Hoffnung und Sehnsucht nach Heil und Erfüllung bei ihm suchen. (Jak. 1,12). Das Tragen dieser Krone ist in unserer Welt mit Leiden verbunden (Offb. 2,10).

Jesus selbst ertrug die Dornenkrone und wurde als geschundener und geschlagener Mensch ans Kreuz von Golgatha genagelt, wo er schließlich starb. Man nahm ihn vom Kreuz ab und legte ihn in ein Grab. Menschen, die Jesus kannten, bezeugten, dass der HERR nicht im Grab blieb, sondern dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat. Sie sahen den Auferstandenen und sie hörten seine Worte. Der mit Dornen Gekrönte erwirbt für dich und mich und diese Welt, die Krone des Lebens, die uns Hoffnung macht auf ein Leben, welches unvergänglich und herrlich ist. Ein Leben in Gottes Nähe. Jene, die diese Krone tragen, erfahren, vermittelt durch den Heiligen Geist, Trost und Freude, Hoffnung und Zuversicht und das auch unter den Zeichen des Leidens. Sie bekommen Kraft und Mut, um mit Hoffnung zu leben. Oder wie ich es gelesen habe: Mut ist Angst, die gebetet hat.

Dietrich Bonhoeffers Todestag jährt sich am Gründonnerstag diesen Jahres zum 75. Mal. Seine Hoffnung für ein Leben in Gewissheit der Gegenwart Gottes, angesichts ungewisser Zukunft, sei uns als Ermutigung in diesen Tagen gegeben:

„Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht ER Menschen, die sich alles zum Besten dienen lassen.
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber ER gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst sondern allein auf IHN verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Faktum ist, sondern dass ER auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.“


Es grüßt Pfarrer Frank Trommler

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