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Dem Unergründlichen danken

September. Zeit der Ernte. Etliche Felder stehen bereits kahl. Diesmal bei geringerem Ertrag des Korns. Anhaltende Hitze und Trockenheit fordern ihren Tribut. Nichts ist selbstverständlich. September. Noch einmal nimmt der Sommer alle Kraft zusammen. Schwelgt in Farben und Düften. Gleichwohl zerrt der Wind manchmal schon an den Netzen der Spinnen. Kurz zuvor ließen die sich mit ihren Flugfäden noch tragen auf sanfteren Lüften. "Altweibersommer". Angeblich soll der Glanz der Spinnenfäden an die silbernen Haarfäden nicht mehr junger Frauen erinnern. Des Sommers hohe Zeit ist vorbei.

Es dunkelt zunehmend früher. Empfindlich kühl sind die Abende geworden. Die Jahreszeit wandelt sich. Alles ist im Wandel begriffen. Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. So beginnen die weisen Gedanken über die Wechselhaftigkeit menschlichen Lebens im biblischen Buch Kohelet (Prediger Salomo).
Alles hat seine Zeit. Die Ankunft des Sommers wie sein Abschiednehmen. Die Locken der Kinderzeit wie das Silberhaar des Alters. Das Wachstum wie die Ernte. Das Bitten um das täglich Brot wie die Dankbarkeit für alles, was Leib, Geist und Seele nährt.
September. Es ist Zeit, für die Ernte zu danken. Denn nichts ist selbstverständlich.

Der weise Prediger sinniert weiter: Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Kohelet 3,11

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Sonne und Wind. Den Schwanz des Dackels und die Augen der Liebsten. Edelrose und Gänseblümchen. Stärke und Schwäche. Die Dinge haben ihren Platz in Gottes Schöpfung, auch die Zeiten, Werden und Vergehen. Und alles ist schön im Auge Gottes, unabhängig davon wie der Mensch darüber urteilt.
Uns sind die Zeiten gegeben. In Raum und Zeit liegen unsere Möglichkeiten und zugleich unsere Grenzen. Für Gott gilt das nicht. Er ist ewig. Aber der Ewige beugt sich hinein in Raum und Zeit. Legt seine Ewigkeit ins Menschenherz. Damit wir Zeitlichen sie ahnen und uns nach ihr sehnen. Wer freilich die Dimension der Ewigkeit verliert, für den wird die Zeit des irdischen Lebens mächtig knapp. Wer nicht mehr die Erfüllung und Vollendung seines Lebens in einer neuen, ewigen Welt erwartet, wird alles in dieses Leben hineinpacken wollen. So entsteht in der Angst, etwas zu versäumen, und der Gier, noch alles zu erleben, eine ungesunde Hast, Ungeduld und Aufgeregtheit. Alles hat seine Zeit. Aber alles hat keine Zeit mehr, wenn wir die Ewigkeit verlieren.
Gott ist nie voll und ganz zu begreifen. Wir ergründen oft nicht, wie und warum Gott etwas macht. Das tut manchmal weh. Nicht zu ergründen ist Gott, aber der Grund. Der Grund meines und deines Lebens, der Grund aller Welt. Und das Schöne an Gott ist, sagt der Prediger der Weisheit, dass ER uns nie uns selbst überlässt. Weder unseren Wonnen noch unserem Schmerz. Dass ER aber in SEINER Welt mit offenen Armen auf uns wartet. Alles hat seine Zeit. Aber Gott hat Ewigkeit. Für uns. So will ich dem Unergründlichen danken für die Zeiten meines Lebens und für die Ewigkeit. Auch das ist Erntedank.

Ihr / euer Pfarrer Matthias Lorenz

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