An(ge)dacht

Gemeindebrief April / Mai 2022

Liebe Gemeindebriefleser,

kennen Sie das auch noch, wenn es am 1. April hieß: „April -April “? Irgend jemandem gelang es doch garantiert, Sie in den April „zu schicken “.

Der Monatsspruch für den Monat April steht bei Johannes 20,18: Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen : „Ich habe den Herrn gesehen!” Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. Was hat das mit dem Aprilscherz zu tun? Jesus war vor 3 Tagen ans Kreuz genagelt und dann ins Grab gelegt worden, und damit auch ihre ganze Hoffnung, die sie in Ihn gesetzt hatten. Er sollte sie doch endlich von der Knechtschaft durch die Römer befreien. Statt dessen mussten sie erleben, wie ihr Herr und Meister, wie sie ihn oft nannten, sich so einfach festnehmen ließ und dann ein so schmachvolles Ende nahm. Verängstigt hatten sie sich zurückgezogen. Und dann kommt Maria voller übersprudelnder Freude und will ihnen glaubhaft machen, dass sie den auferstandenen HERRN gesehen hat. War ihnen da eventuell auch wie „April-April”? Was hatten sie in all den Jahren alles mit Jesus erlebt? Und auch auf sein Leiden und Sterben hatte er sie hingewiesen.  Aber auch, dass er nach drei Tagen wieder auferstehen würde und dass es die einzige Möglichkeit war - und bis heute ist -dass wir Menschen versöhnt mit Gott werden können .

Adam und Eva waren nach dem Sündenfall ja aus dem Paradies vertrieben worden. Hatten die Jünger das Erleben des Leidens und der Tod ihres HERRN das alles vergessen lassen, konnten sie einfach nicht mehr dran glauben? Gab und gibt es nicht auch im Leben von uns allen Situationen, die es schwer machen, an dieses Osterwunder zu glauben? Haben Nöte und Sorgen das Gute, was wir mit Gott in so vielfältiger Weise erlebt haben, verschüttet? Seit über 2000 Jahren haben Menschen diese Osterbotschaft weitergegeben und auch wie der Glaube ihnen in ihrem Leben Kraft und Zuversicht gegeben hat. Auch wir gehen jetzt wieder auf Ostern zu.

Ich wünsche Ihnen/euch, dass Ihr/euer Herz offen wird für diese frohmachende Botschaft. Denn am Ende steht dann nicht „April-April” sondern „Der Herr ist auferstanden- er ist wahrhaftig auferstanden”.

Ich wünsche Ihnen/euch eine gesegnete Passions- und Osterzeit.

Edith Findeisen

 

Gemeindebrief Februar / März 2022

Liebe Gemeindebriefleser,

vom amerikanischen Schriftsteller Mark Twain stammt das Zitat: „Es sind nicht die Teile der Bibel, die ich nicht verstehen kann, die mich stören, es sind die Teile, die ich verstehe.“

Mir fiel dieses Zitat gleich ein, als ich den Monatsspruch vom Februar las.
Hier schreibt uns der Apostel Paulus im Epheserbrief 4,26: „Zürnt ihr, so sündigt nicht, lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“

Das macht Sinn, würde wohl fast jeder sofort sagen. Ich bin ja schon einmal sehr froh, dass uns Zorn zugestanden wird. Und wer die Bibel kennt, weiß, dass hier sogar vom Zorn Gottes die Rede ist, wenn sicher auch die Liebe und Barmherzigkeit überwiegt. Wohl aber genau darum geht es, wenn Paulus davon spricht:

„lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“ -  Also lass den Tag nicht verstreichen und nimm was dich geärgert, gereizt oder verletzt hat nicht mit in die Nacht.

Warum? Nun weil es dir voraussichtlich nicht nur eine schlaflose Nacht bringt, sondern umso länger du den Zorn festhältst, er sich verfestigt. Das wir im Zorn verharren, nicht mehr Herr über ihn sind, als ihn vielmehr ausleben.  Indem ich es dem anderen heimzahlen will, an Gegebenheiten selbst verbittere. Oder gar zerstöre und andere verletze und damit tatsächlich dann schuldig werde vor Gott.

Interessanterweise wird gleich danach von Paulus vom Teufels geschrieben, dass wir ihm keinen Raum geben sollen!

Wo aber hin mit dem Ärger und Zorn? Nun, mancher geht in den Wald – auch gut, aber am besten gebe ich es im Gebet bei Gott ab.

Über wen oder was hast du dich heute geärgert? Spricht aus vor Gott. Die Sonne über dem Zorn nicht untergehen lassen, heißt damit zumindest, den Ärger im Nachtgebet vor Gott auszusprechen. Das ist doch schon mal ein Anfang.

Ich kann bestätigen, dass ich damit nur die besten Erfahrungen gemacht habe. Deshalb sind noch nicht immer gleich alle Gegebenheiten und Umstände beseitigt oder bereinigt. Aber es ist ausgesprochen, bei meinem Vater, der mein Herz kennt und versteht. Und der in seiner Barmherzigkeit tatsächlich Gegebenheiten ändern kann – und da genügt es in den meisten Fällen schon, dass mein eigener Blick geändert wird– auf mich, andere oder eben die „bösen“ Umstände.

Es ist schon eine Herausforderung und fällt uns vielleicht nicht immer so einfach, wie das mit den einfachen klaren Bibelworten eben ist. 

Aber Gottes Wort hat Verheißung und soll uns helfen auch mit Zorn richtig umzugehen.

Mit den besten Grüßen

Pfr. Frank Dregennus

 

Gottesdienst zur Allianzgebetswoche 16.01.2022 in Hormersdorf

 

Jahreslosung 2022

 
 
Tageslosung vom 20.05.2022
Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
Gott hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.