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Es begeistert mich, wenn ich an unbewölkten Abenden den Nachthimmel betrachte. Der Kontrast der hell leuchtenden Sterne auf dem schwarzen Hintergrund des Weltraums. Das Gefühl endloser Weite umfängt mich und lässt mich als Betrachter so winzig und unbedeutend erscheinen. Unter diesem Anblick kann ich nachfühlen, wie es Abraham ging, als er den Sternhimmel anschaute und Gott ihm sagte: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Unfassbar.

Meine Augen hängen an den Himmelsleuchten. Sie verknüpfen die einzelnen Sterne und suchen nach Bildern, Sternenbildern: Der große und kleine Wagen, die Cassiopeia (Himmels-W), das Siebengestirn, auch Plejaden genannt, der Orion und der Schwan. Doch den Stern, der mir am nächsten ist, den sehe ich am Nachthimmel gar nicht: Die Sonne ist 147 Millionen  Kilometer von der Erde entfernt und doch ihr nächster Stern. Das Licht braucht 8 Minuten, um von dort bis zu mir zu kommen. Unvorstellbar! Und diese Sterne, die ich am Himmel sehe? Der nächste von ihnen ist über 4 Jahre von mir entfernt (gemessen mit Lichtgeschwindigkeit: 300.000 km/s) und jeder von ihnen ist eine Sonne mit Sonnensystem und Planeten. Ich kann es nicht fassen. Es übersteigt meinen Verstand und doch stehe ich mittendrin, bin Teil dieser Welt.


Gott hat mich zum Betrachter seiner Schöpfung geschaffen, um staunend und anbetend auch unter dem Anblick der Sterne im Geiste auf die Knie zu gehen und den Namen Gottes zu erheben. Er ist der Herr über die Weiten, die Höhen und die Tiefen. Er ist der Herr über das, was ich nicht zu fassen vermag. Mit welcher Schönheit umfängt Gott meine Nacht, um mich auch im Dunkel meines Lebens, seiner Gegenwart zu versichern. Dessen waren sich wohl auch die Weisen aus dem Morgenland sicher, die sich auf den weiten Weg machten, um den neugeborenen König anzubeten. Unter dem Eindruck der Sterne, unter der Weisung des einen Sternes wurde ihnen der Weg gewiesen. Von ihnen heißt es: Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut (Mt 2,10). Sie fanden den Weg zum Kind in der Krippe. Zum Heiland der Welt, zum Mann am Kreuz, zum Löwe und Lamm, zu dem, der sitzt zur Rechten Gottes des Vaters für dich und mich, für alle Welt. Er ist der Herr, Jesus Christus. Sie fanden in ihm ihre Freude.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit


wünscht
Frank Trommler, Pfr.

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